Wir. Erschaffen. Geriatronik.

Über die Leuchtturminitiative.
Wir. Erschaffen. Geriatronik.

Über die Geriatronik

Die Leuchtturminitiative "Geriatronik - Roboterassistenten für ein selbstbestimmtes Leben im Alter" der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) wird von einem Team junger Forscher getragen, das eng mit Senioren und älteren Menschen zusammenarbeitet, um ein langfristiges, selbstbestimmtes Altern zu ermöglichen.

Kommunikation

Alltagsaufgaben

Gesundheit

Geriatronik-Szenarien

Definition und Ziele

 

Unter Geriatronik (engl. Geriatronics) versteht  man den Einsatz von Robotik, Mechatronik und Informationstechnik, hier insbesondere von maschineller Intelligenz und 3D-Technologie, in der Geriatrie, Gerontologie und in der medizinischen Versorgung älterer Menschen zur optimalen Unterstützung und zum Erhalt und Verbesserung eines selbstbestimmten Lebens im Alter. Die wesentlichen Ziele der im Rahmen der Geriatronik entwickelten Technologien sind einerseits der Erhalt der Mobilität sowie der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation im Alter, andererseits der Selbstständigkeit durch technische und intuitiv zu bedienende, lernfähige und damit personalisierbare Assistenzsysteme. Darüber hinaus ist ein weiteres zentrales Ziel der Geriatronik die Unterstützung und Entlastung von Pflegekräften, insbesondere bei nichtpflegerischen Aufgaben sowie nicht ergonomischen und damit langfristig gesundheitsbeeinträchtigenden Tätigkeiten. Zusammenfassend soll die Geriatronik ältere Menschen und Pflegeeinrichtungen dabei unterstützten und begleiten, um ein so lange wie möglich selbstbestimmtes Altern zu ermöglichen. Sie stellt eine Ressource dar, die Selbstbestimmung und soziale Partizipation fördert. Insbesondere sollen sich geriatronische Technologien flexibel an Hilfe- und Unterstützungsbedarfe anpassen.

Konkret soll die Geriatronik ältere Menschen

  • bei der Alltagsbewältigung allein in der eigenen Wohnung,
  • bei Bettlägerigkeit,
  • bei Arztbesuchen,
  • in Zeiten der Rehabilitation
  • und bei der Alltagshygieneunterstützen.

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Humanoid als Helfer

Humanoid als Helfer
GARMI als persönlicher Assistent, der die Teilhabe am Sozialleben ermöglicht.

Heinz hat sich mit Freunden auf dem Stadtfest verabredet. Damit er es nicht vergisst, ist der Termin notiert und auch GARMI hat ihn in seinen Datengespeichert. Heinz hat sich schon zurechtgemacht, setzt sich aber nochmal in seinen Fernsehsessel, um die Nachrichten zu sehen. „Die nächsten Nachrichten folgen um 20 Uhr.“ Es ist Zeit zu gehen, Heinz will wegen seiner schweren Beine lieber eher los. Er winkt GARMI heran. „Ich muss los!“ „Zum Stadtfest?“, fragtGARMI. Heinz nickt. „Soll ich dir in die Schuhe helfen?“ Heinz nickt nochmals. GARMI bringt Schuhe von der Fußmatte herbei und hilft dem sitzenden Heinz hinein. Heinz versucht aufzustehen, schafft es aber nicht. Er macht eine hilflose Geste. GARMI bietet den Arm an, um Heinz beim Aufstehen zu unterstützen.

Telemedizin „Notfall“

Telemedizin: "Notfall"
GARMI kann im Notfall als Schnittstelle für telemedizinische Hilfe dienen.

Kurz nach dem täglichen Mittagsschlaf fühlt sich Heinz urplötzlich unwohl. Er ruft nach GARMI: „Ich fühle mich nicht gut. Ruf bitte einen Arzt!“ GARMIkommt sofort herbei und stellt währenddessen eine Verbindung mit dem ärztlichen Notdienst her. Dort erscheint der Ärztin der Notruf von Heinz auf dem Display der User-Avatar-Remote-Station. Die Ärztin kann sofort auf den Notfall rea-gieren und lässt sich mitGARMIverbinden. Nach einem kurzen analytischen Dialog lässt die Hausärztin GARMIeine Ultraschall-und EKG-Untersuchung durchführen –die Ultraschallbilder und das EKG wer-den dabei in Echtzeit an die Ärztin übertragen. Aus der Analyse der übertragenden Daten, welche von Algorithmen des Maschinenlernens unterstützt wurde, ist es der Ärztin möglich schnell einen Ernstfall zu erkennen. So auch in dieser Situation. Die Ärztin verständigt sofort den Notdienst, der Heinz schnellstmöglich mit einem Rettungswagenins nächstgelegenste Krankenhaus fährt,und übermittelt auch gleich den Befund an die zuständige Stelle.

Telemedizin „Regular Checkup“

Telemedizin “Regelmäßiger Checkup”
Regelmäßige medizinische Checkups ohne den Arzt persönlich besuchen zu müssen.

Es ist früh am Morgen und GARMIweckt Heinz. GARMIsagt: „Gu-ten Morgen Heinz, dein wöchentlicher Checkup ist in einer Stunde, soll ich Frau Dr. Kunze anrufen?“ Heinz antwortet: „Guten Morgen GARMI,danke für die Erinnerung. In dreißig Minuten dann.“ Heinz macht sich fertig und GARMIstellt die Verbindung her. Mit Hilfe der User-Avatar-Remote-Station und des Menschmodell-basierten Monitorings führt die Ärztin die Routineuntersuchung durch. Die Ärztin sagt: „Herr Müller, Ihre EKG Werte sehen heute aber gut aus, nur Ihr Blutdruck ist immer noch ein wenig zu hoch. Bitte nehmen Sie für zwei Wochen diese blutdrucksenkenden Medikamente, eine Tablette dreimal täglich. Ich weise GARMI an, dass er Sie an die Einnahme erinnert.“

Hygieneverbesserung

Hygieneverbesserung
GARMI hilft bei der persönlichen Hygiene

Es ist spät abends und Heinz möchte ins Bett gehen. Heinz sagt: „GARMI könn-test du mir ins Bett helfen?“ GARMI antwortet: „Natürlich. Wollen wir noch gemeinsam Zähneputzen?“ Heinz: „Ach ja, das habe ich schon wieder vergessen.“ GARMI und Heinz gehen gemeinsam ins Bade-zimmer. Heinz füllt ein Glas mit Wasser, während GARMI die Zahnbürste vorbereitet. Da Heinz, auf-grund stärker werdender Gicht, Probleme hat die Zahnbürste alleine zu halten, putzt GARMI Heinz vorsichtig die Zähne.

Ilse Aigner

"Bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben führen, das wünschen wir uns alle. Im Anwender- und Forschungszentrum für Geriatronik in Garmisch-Partenkirchen werden intelligente Assistenz-Robotik-Systeme für ältere Menschen entwickelt, die die Altenpflege zukünftig wesentlich erleichtern und unterstützen sollen. Das ist innovativ und zukunftsweisend. So etwas braucht Bayern."

Ilse Aigner Mdl, Präsidentin des Bayrischen Landtags
Anton Speer

"Die Menschen im Landkreis werden immer älter und die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt. Das neue Forschungszentrum Geriatronik, ein Leuchtturmprojekt im Freistaat, soll es jedem Menschen ermöglichen, selbstbestimmt auch im hohen Alter in den eigenen vier Wänden zu leben. Dieses Projekt ist ein bedeutsamer, zukunftsweisender Schritt in der Seniorenfürsorge des Marktes Garmisch-Partenkirchen und des Landkreises."

Anton Speer Landrat Garmisch-Partenkirchen
Dr. Sigrid Meyerhofer

"Die Einrichtung des Forschungszentrums für Geriatronik ist ein Glücksfall für Garmisch-Partenkirchen. Der Dreiklang aus wissenschaftlicher Einrichtung, generalistischem Bildungszentrum für die Ausbildung von Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern sowie neuem Seniorenheim macht unseren Ort zu einem Modellstandort für die Anwendungsforschung. Er bringt uns qualifizierte Arbeitskräfte und beweist, dass sich Wissenschaft und Forschung nicht nur in Ballungsräumen ansiedeln. Wenn es um die Entwicklung von Assistenzrobotik geht, die ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen soll, kommt man an Garmisch-Partenkirchen nicht mehr vorbei. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist diesen in die Zukunft weisenden Weg einzuschlagen."

Dr. Sigrid Meyerhofer 1. Bürgermeisterin Markt Garmisch-Partenkirchen
Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl

"Das Forschungszentrum Geriatronik ist eine der wichtigsten und zukunftsweisenden Entwicklungen der Alpspitzregion. Die Zusammenarbeit der zahlreichen Partner dieses Leuchtturmprojekts (Leifheit- Stiftung, Gemeinde, Deutsches Museum, Bildungs- Sozial und Krankenversorgungseinrichtungen) wird seine Größe weithin strahlen lassen."

Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl Präsident Freunde der Geriatronik, Generaldirektor Deutsches Museum und Oskar von Miller Lehrstuhl, TU München
Bernward Schröter

"Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen freut sich als Modellort für die Geriatronik ausgewählt worden zu sein. Wir rechnen fest damit, dass auf der Basis zukunftsweisender Seniorenpflege-Konzepte auch unsere geriatrischen Patienten von den intelligenten Assistenz-Robotik-Systemen im Alter profitieren werden."

Bernward Schröter Geschäftsführer Klinikum Garmisch-Partenkirchen
Alexander Gangkofer

"Als Altersmediziner betreue ich täglich betagte sowie hochbetagte Patienten, die durch eine schwere Verletzung oder Erkrankung in ihrer Selbstständigkeit unmittelbar bedroht sind. Meist ist deren größter Wunsch eine Rückkehr zurück in ihr gewohntes häusliches Umfeld mit größtmöglicher Unabhängigkeit. Gerade hier werden wir zukünftig durch den Einsatz neuer Technologie, wie der Geriatronik, den Menschen im täglichen Alltag Unterstützung leisten können."

Alexander Gangkofer Chefarzt Geriatrie Klinikum Garmisch-Partenkirchen
Petra Hilsenbeck

"Die Zugspitz Region sieht die Einrichtung des Forschungszentrums für Geriatronik als sehr wegweisend für unseren Landkreis, vor allem auch im Hinblick für die weitere Entwicklung unserer Gesundheitsregion Plus"

Petra Hilsenbeck Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion Plus Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Iris Asenstorfer

"Gerade in einer Gesellschaft mit zunehmender Überalterung und fehlendem Pflegepersonal stellt die Geriatronik- Forschung unserer Ansicht nach eine große Chance dar, das Leben älterer Menschen zu erleichtern. Die Unterstützung durch Roboterassistenten und automatisch gesteuerte Hilfsmittel macht es möglich, dass ältere Menschen selbstbestimmt im eigenen Zuhause wohnen und leben können. Gleichzeitig werden die Pflegekräfte entlastet und es bleibt mehr Zeit für Gespräche und soziales Miteinander mit der hilfsbedürftigen Person. Auch die Region Garmisch- Partenkirchen kann von einem solchen Projekt profitieren: Die Forschung in diesem wichtigen Bereich ist zukunftsträchtig, da Robotik und technische Unterstützung im Alltag zunehmend eine Rolle im täglichen Leben der Menschen einnehmen. Dies nützt auch jüngeren Menschen, da qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort entstehen."

Iris Asenstorfer Seniorentreff Marianne Aschenbrenner

Förderung

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